Neue Erde

Das Erdinnere

8.4.2022

Wir leben auf der Oberfläche eines Feuerballs aus flüssigem Eisen, genauer gesagt auf der dünnen Kruste dieses Balls, den wir Erde nennen. Die sieben Kontinente waren früher einmal ein Gebilde namens "Pangaea". Seither wandern sie umher (Kontinentaldrift). Die Kontinentalplatten sind ständig in Bewegung. Sie driften auseinander und dann wieder zusammen zu einer Einheit und dann wieder auseinander und so weiter. Der einzige Grund, warum uns bei dem ganzen Hin und Her nicht schwindlig wird, ist der Umstand, dass die Fortbewegungsgeschwindigkeiten so klein sind, dass eine Überquerung des Atlantik über 200 Millionen Jahre dauert.

Man nimmt heute an, dass der nächste Zusammenschluss der sieben Kontinente in rund 250 Millionen Jahren erfolgt sein wird. Diese Landmasse ist der neue Superkontinent mit dem Namen "Aurica". Die Projektion der heute beobachtbaren Kontinentaldrift führt zu einem Mosaik, in dessen Zentrum die Landmassen von Süd/Nord-Amerika und Australien liegen.

Aurica

Aurica ist jedoch nur einer von vier prognostizierten Superkontinenten. Bei diesem verdrängen die Kontinente den Atlantik und den südasiatischen Pazifik. Denkbar sind jedoch auch andere Massenbewegungen.

Novopangaea

<p>Das zweite Modell ist "Novopangaea". Hier ist der Pazifik durch den Atlantik ersetzt worden und Afrika und Amerika bilden die Außengrenzen.</p>

Amasia

Das dritte Modell ist "Amasia". Hier findet eine Norddrift aller Kontinente statt, so dass sich alle Landmassen bis auf die Antarktis in der Nordpol-Region vereinigen.

Pangaea Ultima

Das vierte Modell ist "Pangaea Ultima". Hier haben sich die Kontinente in einem Ring formiert, das wie ein riesiges Atoll in der Mitte einen See aufweist.

Wenn man im Jahr 255.127.031 AD in Hamburg (auf Aurica) lebt, ist es selbstverständlich, dass Miami nur eine halbe Stunde Autofahrt entfernt ist. Auch wenn es bei Miami keinen Strand gibt, ist doch der Besuch des Magic City Casinos lohnenswert. Von der Dachterrasse aus kann man bei klarer Sicht in der Ferne den Elbtower in Hamburg sehen. Manch einer wird wehmütig bei diesem Anblick, denn die Zeiten damals vor 255 Millionen Jahren waren schön mit Dom, Hafengeburtstag, Fischmarkt und vielem mehr.

Andererseits ist zu bedenken, dass die Existenz der Menschheit zeitlich begrenzt ist. Wir zitieren aus "Das Ende der Welt": <Innerhalb der Lebensdauer des Universums von 35 Milliarden Jahren nehmen wir eine Existenzspanne des Menschen von 10 Millionen Jahren an, was im Vergleich zur Dinosaurierperiode von 70 Millionen Jahren und unter Berücksichtigung der genetischen Instabilität der Gattung Mensch schon reichlich bemessen ist>. So gesehen wird kein Mensch den Ausblick von der Dachterrasse des Magic City Casinos in Miami genießen. Eher die Vertreter der anaeroben Gattung, die in der extrem dünnen Atmosphäre leben können.

Quellen:

https://www.bbc.com/future/article/20220401-how-the-next-supercontinent-will-form
https://de.wikipedia.org/wiki/Plattentektonik
https://de.wikipedia.org/wiki/Erde